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Ein Abend für Billie Holiday

Dies ist mein erstes Projekt, das keine Band ist, sondern eher ein Kleinkunstprogramm mit Jazzkonzert-Elementen.

Ein Jahr hat es gedauert, das Programm über eine wie ich finde großartige Jazzsängerin nämlich Billie Holiday vorzubereiten. Zusammen mit einer Sprecherin (Claudia Gräf) und instrumentaler Unterstützung am Klavier habe ich ca. 90 min. Programm erarbeitet, das sich auf dem Weg durch das Leben dieser interessanten Frau in Form von Liedern und Zitaten damit beschäftigt, wer sie war und wie sie wurde, was sie war.

Es gibt am Ende keine wirkliche Antwort, nur ein Sammelsurium und zumindest die Erkenntnis, daß ihre Lieder die Zeit überdauert haben und nach wie vor in ihrer Schlichtheit Gültigkeit besitzen.

Auch hier sind wieder ein paar Fotos, Pressemeldungen und Aufnahmen entstanden. Die CD "Songs for a Lady" entstand übrigens anhand dieses Projekts und beinhaltet 13 Songs, die während des Programms erklingen.

Nach wie vor arbeiten wir zu dritt an dem Programm mit der jungen Dresdner Pianistin Jana Liebschwager und die Rolle der Erzählerin hat Bianka Heuser übernommen. Es gibt mehr Musik, einige Lieder sind nun auch in deutscher Übertragung zu hören und auch die Zwischentexte wurden neu überarbeitet.

 

Infos zu den Mitwirkenden

Bianka Heuser (Schauspielerin)

www.bianka-heuser.de

Bianka Heuser (Schauspielerin)

  • Studium: an der Hochschule für Film & Fernsehen "Konrad Wolf" 
    Potsdam/Babelsberg
  • Engagements: u.a. in Schwedt, Zittau, an den Landesbühnen Sachsen und der Komödie Dresden
  • seit 2007: freiberuflich als Schauspielerin tätig
   

Jana Liebschwager

Studium für Klavier Jazz-Rock-Pop
an der Musikhochschule in Dresden

  • Arbeit in verschiedenen kleinen
    und großen Jazzformationen

 

 

 

 

Dresdner neueste Nachrichten 21.05.2008

Rezension anzeigen
(PDF-Datei | 180 kB)

SAX-Das Dresdner Stadtmagazin 4/2000

Die Sängerin Karen Dreikopf, der Pianist Alexander Fülle und die Erzählerin Claudia Gräf fanden (...) eine Form, die über einen Konzertabend hinaus geht. So werden die Titel durch Textpassagen verbunden, die Episoden aus dem Leben der Sängerin wiedergeben, oder die im direkten Zusammenhang zu den Liedern stehen.
Dabei unternimmt Karen Dreikopf erst gar nicht den Versuch, die Billie Holiday zu "covern", sondern nähert sich Liedern wie "Getting some fun out of Live" oder "Strange Fruit" auf ihre eigene Weise.
Man spürt den Respekt, den die Dreikopf vor der Holiday hat, (...)
So wirken die Interpretationen frisch und heutig und sind ohne aufgesetzte Nostalgie.

VA 30.5 2000

Zu einem Jazzabend besonderer Art wurde am Samstag in die Göltzschtalgalerie nach Auerbach eingeladen. (...) "Auf den Spuren von Billie Holiday" waren in der Göltzschtalgalerie Karen Dreikopf mit deren Songs; Claudia Gräf erzählte die Geschichte der Sängerin und Alexander Fülle begleitete am Klavier. Alle drei Künstler verkörperten die Biographie der Jazzlegende brillant und ließen den Abend durch ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu einem Erlebnis werden. Die Besucher konnten sich einfach zurücklehnen und in die Welt der Künstlerin entführen lassen.

FP 30.5.2000

Billie Holiday, die eigentlich Eleanora Fagan hieß, entwickelte ihren eigenen geschmeidigen Stil, den Karen Dreikopf als Jazz-Sängerin brillant nachzuempfinden verstand. Mit Alexander Fülle, er begleitet am Klavier, verwandelte sich die Nikolaikirche in eine Bar der 20er Jahre.


 

Zitate aus dem Programm:

Billie Holiday:
"Wenn ich Louis und Bessie bei einem Pfadfindertreffen gehört hätte, hätte ich sie genauso gemocht. Und in Baltimore waren Läden wie Alice Dean's eben die einzigen Orte, die entsprechend schick waren, um 'ne Victrola und wirklich auch die besten Schallplatten zu haben, die man auftreiben konnte."

Anfang

   

Mae Weiss:
"Sie lebte allen "Black is beautiful" vor, obwohl es damals nicht in Mode war. Ihre ganze Haltung und wie sie sich präsentierte, das sieht man heute überall, diesen Stolz, schwarz zu sein. Sie hat das schon gemacht, bevor sie selbst eigentlich wußte, um was es eigentlich ging, es war einfach ihre Art zu leben."

Strange fruit

   

Mae Barnes:
"Sie hat nie über ihren Gesang gesprochen. Hin und wieder, und sie war anfangs nicht gerade überzeugt von ihrer Stimme. Billie hatte ihren eigenen Stil, keiner, der es versucht hat, nachzumachen, schafft es."

No regrets

   

John Simmons:
"Sie fühlte sich ausgenutzt, sie dachte, wenn sie nicht ein großer Star wäre, würde sich sowieso kein Schwein um sie kümmern, sie hatte das Gefühl, daß sie allen schnurzegal wäre und sagte deshalb grundsätzlich: "Es geht euch alle einen Scheißdreck an, was ich tue!"

Mary Dryantl:
"Und wenn sie 50 Millionen Männer gehabt hätte, ich glaube nicht, daß sie jemals jemanden geliebt hatte ... sie konnte nur leiden, weil sie nicht wußte, was Liebe ist."

Herzschmerz